Wie hitzefest bist du?

Wie hitzefest bist du?
Autor: David Galanopoulos 07.08.2025

Tagsüber bis zu 45 Grad, nachts kaum unter 30 Grad Südeuropa erlebt derzeit extreme Temperaturen. Auch der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer starken Hitzewelle mit Werten nahe 40 Grad Celsius. Die Folgen für die Gesundheit sind gravierend. Doch wie gut ist Deutschland wirklich vorbereitet? Und was bedeutet das für das Gesundheitswesen? Testen Sie ihr Wissen im Quiz. 

Laut dem State of the Global Climate-Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gab es 2024 weltweit 57 Hitzewellen beispiellosen Ausmaßes. 2024 war zugleich das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Klar ist: Die Klimakrise ist längst auch eine Gesundheitskrise. Und ohne wirksamen Schutz kostet sie Leben. 

Die Welt und Menschen leiden an den Auswirkungen der Klimakrise – das hat auch die Allianz für Klima und Gesundheit, kurz KLUG, verstanden. KLUG folgt dem wissenschaftlichen Konzept der planetaren Gesundheit, dem zufolge unsere Gesundheit untrennbar mit dem Zustand unserer natürlichen Lebensgrundlagen verbunden ist. Angesichts zunehmender Hitzewellen hat KLUG als Teil des Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin Musterschutzpläne erstellt, um insbesondere Akteur*innen im Gesundheitswesen aufzuklären. Denn momentan sind deutsche Städte nicht gut an hohe Temperaturen angepasst, warnte der KLUG-Geschäftsführer Dr. Christian Schulz bereits 2023 bei AufRuhr. Hitze belastet das körper­eigene Kühlsystem und in Folge auch das Gesundheitssystem: Während extremer Hitze werden vermehrt Rettungs­einsätze registriert.

Was wissen Sie über Hitze?

Herzlichen Glückwunsch!

Sie haben auf Anhieb 0 von 7 Fragen richtig beantwortet!
0 Punkt Punkte
Frage 7/7

Welche Maßnahme zählt zu den empfohlenen Hitzeschutzmaßnahmen für Pflegeeinrichtungen?

Antwort 1

Schulung des Personals zur Erkennung von Hitzebelastungen bei Bewohner*innen

Antwort 2

Installation von mobilen Klimageräten in allen Zimmern

Antwort 3

Verbot von Besuchen bei Außentemperaturen über 30 °C

Antwort 4

Reduzierung der Essensportionen bei Hitze
RICHTIG!
Antwort 1 ist richtig! KLUG betont die Wichtigkeit, dass Pflegekräfte Hitzesymptome frühzeitig erkennen und richtig reagieren können. Deshalb empfiehlt KLUG in Zusammenarbeit mit der AWO und dem BKK Dachverband die Schulung von Mitarbeitenden in stationären Pflegeeinrichtungen.

Quelle: BKK Magazin 2023 .
LEIDER FALSCH!
Antwort 1 ist richtig! KLUG betont die Wichtigkeit, dass Pflegekräfte Hitzesymptome frühzeitig erkennen und richtig reagieren können. Deshalb empfiehlt KLUG in Zusammenarbeit mit der AWO und dem BKK Dachverband die Schulung von Mitarbeitenden in stationären Pflegeeinrichtungen.

Quelle: BKK Magazin 2023 .
Frage 6/7

Wie hoch ist laut Umweltbundesamt der empfohlene Mindestanteil von Grünflächen in Städten, um das Mikroklima bei Hitze zu verbessern?

Antwort 1

Mindestens 5%

Antwort 2

Mindestens 10%

Antwort 3

Mindestens 15%

Antwort 4

Mindestens 20%
RICHTIG!
Antwort 4 ist richtig! Grünflächen spielen eine entscheidende Rolle bei der Kühlung von Städten. Das Umweltbundesamt empfiehlt, dass mindestens 20 % der Stadtfläche als Grünfläche erhalten oder geschaffen werden sollten, um der Überhitzung in urbanen Räumen entgegenzuwirken und ein gesundes Mikroklima zu fördern.

Quelle: Umweltbundesamt .
LEIDER FALSCH!
Antwort 4 ist richtig! Grünflächen spielen eine entscheidende Rolle bei der Kühlung von Städten. Das Umweltbundesamt empfiehlt, dass mindestens 20 % der Stadtfläche als Grünfläche erhalten oder geschaffen werden sollten, um der Überhitzung in urbanen Räumen entgegenzuwirken und ein gesundes Mikroklima zu fördern.

Quelle: Umweltbundesamt .
Frage 5/7

Welche Maßnahme gehört zu den wichtigsten Schutzvorkehrungen für Einsatzkräfte im Rettungsdienst während Hitzewellen?

Antwort 1

Einsatzfahrzeuge dürfen nur mit offenen Fenstern und Klimaanlage fahren.

Antwort 2

Schutzkleidung zusätzlich verstärken, um Sonnenbrand zu verhindern

Antwort 3

Bereitstellung von Trinkwasser, Anpassung der Schichtzeiten und Kühlung der Fahrzeuge

Antwort 4

Patiententransporte während Hitze verschieben
RICHTIG!
Antwort 3 ist richtig! Der KLUG-Hitzeschutzplan für den Rettungsdienst empfiehlt gezielt praktische, umsetzbare Maßnahmen zur Entlastung des Personals und zum Schutz vulnerabler Patient*innen. Dazu gehört die Bereitstellung von Trinkwasser, Anpassung von Schichtzeiten und Kühlung der Fahrzeuge.

Quelle: Musterhitzeschutzplan für Rettungsdienste .
LEIDER FALSCH!
Antwort 3 ist richtig! Der KLUG-Hitzeschutzplan für den Rettungsdienst empfiehlt gezielt praktische, umsetzbare Maßnahmen zur Entlastung des Personals und zum Schutz vulnerabler Patient*innen. Dazu gehört die Bereitstellung von Trinkwasser, Anpassung von Schichtzeiten und Kühlung der Fahrzeuge.

Quelle: Musterhitzeschutzplan für Rettungsdienste .
Frage 4/7

Wie kann jede*r Einzelne in Akutsituationen aktiven Hitzeschutz leisten?

Antwort 1

Direkte Unterstützung hitzegefährdeter Mitmenschen im sozialen Umfeld, z. B. durch Kontakt, Trinkangebote und Beobachtung

Antwort 2

Individuelle Reduktion des CO₂-Fußabdrucks (z. B. Ernährung, Mobilität), um langfristig den Klimawandel zu bremsen

Antwort 3

Verzicht auf körperliche Aktivität
RICHTIG!
Antwort 1 ist richtig! Solidarität und soziale Aufmerksamkeit sind entscheidend für den Schutz vulnerabler Gruppen bei Hitze: Beobachtung, Hilfe beim Trinken, kurze Gespräche und einfache Unterstützung können im Ernstfall Leben retten. Strukturelle Maßnahmen für den Klimaschutz sind wichtig, besonders für die psychische Gesundheit, reichen jedoch in Akutsituationen nicht aus.

Quelle: Hitze im Kontext von Planetary Health .
LEIDER FALSCH!
Antwort 1 ist richtig! Solidarität und soziale Aufmerksamkeit sind entscheidend für den Schutz vulnerabler Gruppen bei Hitze: Beobachtung, Hilfe beim Trinken, kurze Gespräche und einfache Unterstützung können im Ernstfall Leben retten. Strukturelle Maßnahmen für den Klimaschutz sind wichtig, besonders für die psychische Gesundheit, reichen jedoch in Akutsituationen nicht aus.

Quelle: Hitze im Kontext von Planetary Health .
Frage 3/7

Was trifft auf das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zu?

Antwort 1

Es warnt vor kurzfristigen Temperaturspitzen ab 40 °C

Antwort 2

Es richtet sich ausschließlich an die Allgemeinbevölkerung

Antwort 3

Es gibt zwei Warnstufen – je nach Intensität und Dauer der Hitzebelastung

Antwort 4

Es wird nur bei langanhaltenden Hitzewellen im Hochsommer aktiviert
RICHTIG!
Antwort 3 ist richtig! Das Hitzewarnsystem des DWD verwendet spezielle Wettermodelle auf deren Grundlage eine frühzeitige Warnung (meist 1-2 Tage im Voraus) erfolgt. Dabei wird zwischen zwei Warnstufen unterschieden:

• Stufe I: Starke Wärmebelastung (gefühlte Temperatur >32 °C an zwei Tagen, geringe nächtliche Abkühlung)

• Stufe II: Extreme Wärmebelastung (gefühlte Temperatur >38 °C am frühen Nachmittag)

Die Warnungen gelten landkreisbezogen und werden über verschiedene Kanäle wie Newsletter und Apps veröffentlicht.

Quelle: Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeschutzaktionsplänen 2017 .
LEIDER FALSCH!
Antwort 3 ist richtig! Das Hitzewarnsystem des DWD verwendet spezielle Wettermodelle auf deren Grundlage eine frühzeitige Warnung (meist 1-2 Tage im Voraus) erfolgt. Dabei wird zwischen zwei Warnstufen unterschieden:

• Stufe I: Starke Wärmebelastung (gefühlte Temperatur >32 °C an zwei Tagen, geringe nächtliche Abkühlung)

• Stufe II: Extreme Wärmebelastung (gefühlte Temperatur >38 °C am frühen Nachmittag)

Die Warnungen gelten landkreisbezogen und werden über verschiedene Kanäle wie Newsletter und Apps veröffentlicht.

Quelle: Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeschutzaktionsplänen 2017 .
Frage 2/7

Wer ist für die Durchführung von Hitzeschutzmaßnahmen in Deutschland zuständig?

Antwort 1

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Antwort 2

Die Bundesländer und Kommunen

Antwort 3

Die Weltgesundheitsorganisation

Antwort 4

Das Europäische Parlament
RICHTIG!
Antwort 2 ist richtig! In Deutschland liegt die konkrete Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen in der Verantwortung der Bundesländer und Kommunen. Der Bund gibt zwar Empfehlungen und unterstützt mit Leitlinien (z. B. vom Bundesministerium für Gesundheit oder dem Robert Koch-Institut), aber die praktische Durchführung – etwa Hitzeschutzpläne in Pflegeheimen oder Informationskampagnen – liegt bei den lokalen Behörden.

Quelle: Schutz bei hohen Temperaturen | Bundesregierung .
LEIDER FALSCH!
Antwort 2 ist richtig! In Deutschland liegt die konkrete Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen in der Verantwortung der Bundesländer und Kommunen. Der Bund gibt zwar Empfehlungen und unterstützt mit Leitlinien (z. B. vom Bundesministerium für Gesundheit oder dem Robert Koch-Institut), aber die praktische Durchführung – etwa Hitzeschutzpläne in Pflegeheimen oder Informationskampagnen – liegt bei den lokalen Behörden.

Quelle: Schutz bei hohen Temperaturen | Bundesregierung .
Frage 1/7

Welche dieser Bevölkerungsgruppen ist besonders durch die extreme Hitze gefährdet?

Antwort 1

Athlet*innen

Antwort 2

Menschen im Büro

Antwort 3

Säuglinge und Kleinkinder
RICHTIG!
Antwort 3 ist richtig! Nicht jeder Mensch verträgt Hitze gleich gut. Wie stark jemand auf hohe Temperaturen reagiert, hängt von der individuellen Fähigkeit des Körpers ab, sich an die Hitze anzupassen. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke und Kleinkinder sind durch Hitze gefährdet, da ihr Körper nicht so effektiv auf extreme Temperaturen reagieren kann. Für sie ist es besonders wichtig, frühzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Quelle: Gesundheitsrisiken von Hitze | BZgA .
LEIDER FALSCH!
Antwort 3 ist richtig! Nicht jeder Mensch verträgt Hitze gleich gut. Wie stark jemand auf hohe Temperaturen reagiert, hängt von der individuellen Fähigkeit des Körpers ab, sich an die Hitze anzupassen. Besonders ältere Menschen, chronisch Kranke und Kleinkinder sind durch Hitze gefährdet, da ihr Körper nicht so effektiv auf extreme Temperaturen reagieren kann. Für sie ist es besonders wichtig, frühzeitig Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

Quelle: Gesundheitsrisiken von Hitze | BZgA .

Deutsche Allianz Klima­wandel und Gesundheit e. V. (KLUG)

Der Verein KLUG hat sich Oktober 2017 gegründet. Das Netzwerk bringt Akteur*innen aus dem gesamten Gesundheitsbereich zusammen. Ziel ist es, deutlich zu machen, welche weitreichenden Folgen die Klimakrise auf die Gesundheit hat. KLUG fühlt sich der Idee der „Planetary Health“ verpflichtet: Wenn die Erde krank ist, kann der Mensch nicht gesund sein. Inzwischen unterstützen viele medizinische Fachgesellschaften, Forschungsinstitute und NGOs das Netzwerk. 

www.klimawandel-gesundheit.de/