Flüssiger vorlesen, Kommata richtig setzen oder endlich das Einmaleins beherrschen: Es sind die kleinen Erfolge, die zeigen, was eine zusätzliche Begleitung im Schulalltag bewirken kann. Um Lehrkräfte in vollen Klassenzimmern zu entlasten, vermittelt die Lerncrew Ruhr von RuhrFutur Lehramtsstudierende und Studierende anderer Fächer mit pädagogischer Erfahrung an Schulen im Ruhrgebiet. Diese fördern Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 6 beim Erwerb von Basiskompetenzen in Mathematik und Sprache und stärken ihre sozio-emotionalen Fähigkeiten. In Zusammenarbeit mit der Universitätsallianz Ruhr – einer Kooperation der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Duisburg-Essen und der Technischen Universität Dortmund – erhalten die Studierenden die entsprechende Qualifizierung und Supervision.
An der Sonnenschule Bochum erlebt Klassenlehrerin Chantal Stawars diese Lernbegleitung in der Klassenstufe 2 als wertvolle Entlastung. Denn wenn mehrere Kinder gleichzeitig Unterstützung brauchen, ist sie nicht mehr die einzige Anlaufstelle im Raum. Das Programm schaffe Zeit für gezielte Hilfe und reduziere den Druck für alle Beteiligten, so Stawars.
Doch geht der Ansatz auch über einzelne Erfolgserlebnisse hinaus? Laura Plümecke, Projektmanagerin Startchancen bei RuhrFutur, sieht eine Win-win-win-Situation: „Schüler*innen werden gefördert, Studierende sammeln Praxiserfahrung, und Lehrkräfte erhalten Unterstützung.“ Ob daraus ein nachhaltiger Beitrag zu mehr Bildungsgleichheit wird, entscheidet sich daran, ob die studentische Lernbegleitung dauerhaft und verlässlich an Schulen im Ruhrgebiet verankert werden kann.
Lerncrew Ruhr
Die Lerncrew Ruhr ist ein Angebot von RuhrFutur im Rahmen des Startchancen-Programms. Gemeinsam mit der Universitätsallianz Ruhr qualifiziert RuhrFutur Studierende für ihre Einsätze an Schulen im Ruhrgebiet und begleitet sie währenddessen. Beteiligt sind die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Duisburg-Essen und die Technische Universität Dortmund. Ziel ist es, zusätzliche Lernzeit zu schaffen, Lehrkräfte zu entlasten und die Bildungschancen von Kindern unabhängig von ihrer sozialen Herkunft zu verbessern.