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Autor*innen: Sally Wilkens, Marco Kühne 13.09.2022

Wie bist du Antirassismusaktivist geworden, Ali Can?

Der Sozialaktivist, Autor und Diversity-Trainer Ali Can setzt sich für ein diverses Deutschland ein. Was motiviert ihn, immer wieder nach dem Kitt unseres Zusammenlebens zu suchen? Wann hat er seinen Platz in der deutschen Gesellschaft gefunden? Wie begegnet er auch Kritiker*innen mit Respekt? Antworten gibt das AufRuhr-Videoporträt.

Mercator Forum
„Teilhabe statt Diskriminierung“

14. & 15. September 2022 in Essen

Deutschland ist ein Einwanderungs­land. Marginalisierte Gruppen erleben jedoch weiter Benachteiligungen, zum Beispiel aufgrund ihrer kulturellen Herkunft oder ihres sozio­ökonomischen Hinter­grunds.

Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, Wissenschaft, Wirtschaft sowie Zivil­gesellschaft, darunter Ali Can, diskutieren über Diskriminierung und Teilhabe, mit dem Ziel, gemeinsam Handlungs­strategien zu entwickeln.

Nachbarskinder durften nicht mit ihm spielen, Nazisymbole verschandelten den Hausflur, die Besuche beim Amt waren beschämend – das alles hat Ali Can erlebt. Zwölf Jahre lebte er als Sohn türkeistämmiger Kurdinnen und Kurden nur geduldet in Deutschland – heute setzt er sich mit viel Geduld und Engagement für ein diverses Deutschland ein. Can leitet das „VielRespektZentrum“ in Essen, war Initiator der „Hotline für besorgte Bürger“ 2016 und rief 2017 zur „Großdemo gegen Hass und Rassismus im Bundestag“ auf. Seine Erfahrungen bei der Suche nach seinem Platz in der Gesellschaft mündeten 2018 in der Twitter-Kampagne #MeTwo: Zehntausende Menschen mit Migrationshintergrund berichten seither von Alltagsrassismus in Deutschland. Can geht es um das Zusammenleben, das Verbindende. Eindrucksvoll zeigt er das auch in seinem zweiten Buch „Mehr als eine Heimat: Wie ich Deutschsein neu definiere“, das Teil einer Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung ist. Seit Januar 2022 betreibt Ali Can das Diversity Lab bei Berlin, ein Schulungszentrum für Diversity und Antirassismus.

Nun hat Ali Can eine Antirassismus-VR-Brille entwickelt: für Menschen in unserer Gesellschaft, die nicht die Erfahrung machen müssen, ausgegrenzt, beleidigt und degradiert zu werden. Im Videoporträt setzt AufRuhr die Antirassismus-VR-Brille auf, macht erlebbar, wie sich Rassismus anfühlt, und erzählt am Beispiel von Ali Can, wie ein diverses Deutschland aussehen kann.


Mercator Forum „Teilhabe statt Diskriminierung“

Im Mercator Forum arbeiten unter­schiedliche Stake­holder*innen und Partner*innen der Stiftung Mercator zwei Tage lang an einer übergreifenden Frage­stellung, um die Themen der Stiftung voran­zu­treiben. Das Mercator Forum findet einmal jährlich in Essen statt.