Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Autor: Felix Jung, Dorothea Künzig 04.06.2024

Wege aus der digitalen Ohnmacht – das war das Mercator Forum 2024

Die KI-Forscherin Theresa Züger hat das Mercator Forum 2024 begleitet. Im Video­porträt zieht die Leiterin des AI & Society Lab Resümee und gibt Einblicke in spannende Diskussionen.

In seinen Anfängen war das Internet ein Ort der Vernetzung, der Teilhabe und der Freiheit. Zunächst nutzten es über­wiegend Wissen­schaftler*innen in den späten 1960er-Jahren. Ein markt­wirtschaftliches Interesse war noch in weiter Ferne. Viel hat sich in den letzten Jahr­zehnten an diesem demokratischen Technologie­verständnis geändert. Nicht nur beherrschen heute wenige Konzerne den Großteil der Web­anwendungen, die wir täglich nutzen. Auch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) zeigen, dass die Digitalisierung neben all ihren Chancen auch viele Gefahren birgt. Menschen sind über­fordert, vieler­orts macht sich ein Gefühl der Ohnmacht breit – ein Gefühl, als Individuum nicht mehr auf das große Ganze einwirken zu können.

Beim Mercator Forum 2024 hat die Stiftung Mercator genau diese Problematik auf­gegriffen. Am 24. und 25. April diskutierten im Rahmen von Workshops, Panels und diversen Netz­werk­formaten Expert*innen und Teil­nehmer*innen dringende Fragen der Gegenwart.

Theresa Züger
© privat

Theresa Züger ist Leiterin des AI & Society Lab am Berliner Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit politischen Dimensionen digitaler Technologien und Kulturen. Insbesondere demokratie­theoretische Frage­stellungen interessieren sie.

Theresa Züger, Leiterin des AI & Society Lab am Berliner Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft, war dabei – und ist angesichts der Auswirkungen der Digitalisierung auf die Demokratie besorgt. Einen wichtigen Faktor sieht sie in der zu kommerziell ausgerichteten KI-Entwicklung. In ihrer Forschung bemängelt sie außerdem, dass KI bisher wenig für das Gemein­wohl geleistet hätte: „Es braucht einen stärkeren politischen Willen, um eine Alternative zur nur wirtschaftlich motivierten KI-Industrie zu etablieren.“


Mercator Forum 2024

Die Geschäftsmodelle und die Dominanz einzelner Technologie­konzerne machen uns anfällig für Manipulation, schaffen neue Abhängig­keits­verhältnisse und schwächen nicht nur die Wirtschaft, sondern auch unsere Demokratie. Kurzum: Das Macht­verhältnis zwischen Staat, Individuum und Unternehmen wird durch den digitalen Wandel fundamental verändert.

Mercator Forum Logo

Die männliche Stimme im Video ist KI-generiert.